• 9. Juni 2019

Japanisches Restaurant Daitokai in München lange geschlossen

Japanisches Restaurant Daitokai in München lange geschlossen

Japanisches Restaurant Daitokai in München lange geschlossen 150 150 SUSHIYA sansaro

Das japanische Restaurant Daitokai in München existiert bereits seit den frühen 2000er Jahren nicht mehr – auch wenn es im Internet manchmal anders scheint. Einen direkten Nachfolger hat es nicht.

Verwirrende Ergebnisse bei Suche im Internet nach “Daitokai München”

Das Internet vergisst nichts….manchmal verwirrt es. Vor allem, wenn man nach wirklich guten japanischen Restaurants in München sucht…

So findet sich das Restaurant DAITOKAI heute (Ende 2018) angeblich immer noch in der Kurfürstenstrasse 59 — was natürlich, leider, falsch ist. Das Daitokai hat in München seine Tore schon vor vielen Jahren geschlossen, die meisten Informationen oder Bilder, die man heute unter „Daitokai München“ sucht, haben mit dem ehemaligen Restaurant gar nichts zu tun.

Was war das Daitokai in München und warum ist es geschlossen?

Einst gab es in München — ähnlich wie heute noch in Berlin und Köln — ein großes Restaurant mit vielen großen Teppanyaki-Tischen, an denen frische japanische Küche zelebriert wurde.

Das war damals schon für die Münchner recht ungewohnt: man sitzt an großen Tischen, wo jemand anders vielleicht mit dran sitzt oder man sich verloren fühlt. Und man bekommt nur ein bestimmtes Menü, was dann nochdazu erst zu einer bestimmten Zeit direkt an dem Tisch gemacht wird. Das bedeutet natürlich auch einen enormen Aufwand: pro Tisch ein Koch. Und wenn der Koch gerade nicht am Teppanyaki steht, dann ist er mit Vorbereitungen in der Küche beschäftigt gewesen – das treibt die Personalkosten und damit die Preise in für Westeuropäer oft nicht verständliche Höhen. Vielleicht war München dafür einfach noch nicht bereit.

Ableger im Karstadt Sporthaus und Sammelpunkt vieler japanischer Köche in München

Das Daitokai hatte zu der Zeit übrigens auch einen kleinen Ableger im damaligen Karstadt Sporthaus am Stachus, in den späten 1990er Jahren ein Geheimtipp für die Japanologen und Japan-Liebhaber in München.

Fun Fact: Kenichi Sugawara, der Koch, der mit uns das Restaurant sansaro aufgebaut hat und ein Jahrzehnt den ehemals guten Ruf des Restaurant TOKAMI verantwortet hat, hat früher auch fast zehn Jahre im Daitokai in München gearbeitet. Dort war er ganz nebenbei auch der Senpai (der ältere, erfahrene) von Kiyoshige Takeuchi, der inzwischen die reizende, urige J-Bar in München betreibt. Die ist immer einen Besuch wert, das aber nur nebenbei.

Wenn man heute nach Daitokai in München sucht, dann findet man überraschenderweise ein neueres „japanisches“ Restaurant anderen Namens und an einem anderen Ort, was mit dem Daitokai oder seiner Tradition nun nicht wirklich irgendetwas zu tun hat. Also verwundert es, dass man dieses Restaurant mit japanischem Anstrich plötzlich im Internet findet, wenn man nach Daitokai München sucht.

Es ist traurig, dass das Daitokai irgendwann in den frühen 2000er Jahren sang- und klangos seine Pforten geschlossen hat.

Alternativen zum Daitokai: Teppanyaki in und um München

Die Tradition der Teppan-Yaki-Restaurants wird in München im Moment nur noch durch das Restaurant Toshi in der Wurzererstr. (neben Maximilianstr.) weitergeführt. Wer sich etwas ausserhalb von München wagt, der findet in Augsburg das Restaurant Manyo, über das man auch Gutes hört (zumindest arbeiten dort Japaner und japanische Köche).

Die japanische Küche begeistert uns und ist unsere Passion – wir freuen uns, wenn Sie daran teilhaben und die wirklich guten, authentischen Restaurants in München besuchen, die die vielen Seiten der japanischen Küche aufzeigen. Und natürlich freuen wir uns auch, wenn Sie uns besuchen – bis bald im sansaro!

PS: Ein trauriges Update im Sommer 2019: die beiden verbliebenen Daitokai-Restaurants in Berlin und Köln schließen offenbar im September 2019. Es ist nicht ganz leicht, die japanische Küche in authentischer Qualität in Deutschland zu etablieren – das wissen wir leider…

[recaptcha]