Sake – Das sollten Sie über japanischen „Reiswein“ wissen

Guter Sake in Premium-Qualität ist weit mehr als ein alkoholisches Getränk. Er ist Ausdruck der japanischen Seele und ihrer einzigartigen Kultur – und das nicht von ungefähr. Japanischer Sake besitzt ein unvergleichlich feines Geschmacksprofil, an das kein Wein oder Bier heranreicht. Kein Wunder also, dass er mittlerweile Einzug in deutsche Restaurants hält. 

Doch Vorsicht! Sake ist nicht gleich Sake. Ebenso wie beim Wein gibt es auch beim japanischen Nationalgetränk große Qualitätsunterschiede. 

Was die meisten von uns in Deutschland als Sake aus japanischen Restaurant kennen, ist oftmals einfachste Qualität aus Massenproduktion. Wirklich guter Sake findet sich nur in der japanischen Gourmet-Küche bzw. in hochwertigen japanischen Lokalen. Dabei hat Sake in Japan sogar eine religiöse Komponente und wird auch oft als “Getränk der Götter” bezeichnet (und diesen gerne geopfert).

Sake Produktion

Was ist Sake? – Kurzinfos zu Definition, Herkunft, Herstellung

Sake bedeutet in der deutschen Übersetzung „alkoholisches Getränk“. Dabei handelt es sich aber nicht einfach um Reiswein beliebiger Herkunft, wie viele Europäer glauben. Auch ist Sake kein Reisschnaps, Reisbranntwein oder Cocktail. Genaugenommen ist er nicht mal ein Reiswein.

Sake kommt aus Japan und ist das Ergebnis einer 2000 Jahre alten Braukunst, die noch heute einzigartig in ihrem Herstellungsverfahren ist (Stichwort: parallele Fermentation).

Sehr vereinfacht gesagt, werden als Zutaten für die Sake-Herstellung nur polierter Reis, Hefe und Wasser benötigt. Das macht echten japanischen Sake zu einem der reinsten und natürlichsten Getränke auf der Welt.

Wie viel Prozent Alkoholgehalt im Sacke steckt, ist nach seinem Typ zu bestimmen. Im Durchschnitt weist Sake 15-20 Prozent Alkohol auf.

Ein wichtiger Aspekt bei der Sake-Herstellung ist der Poliergrad: je kleiner die Zahl, desto weniger ist vom ursprünglichen Reiskorn übrig – also desto mehr wurde wegpoliert. Bei absoluten Premium-Sake sind nur noch 35% des ursprünglichen Reiskorns vorhanden – oder wie beim Dassai 23 nur eben nur noch 23%. Diese Sake sind natürlich sehr teuer, alleine schon weil die handwerkliche Verarbeitung mit dem immer kleiner werdenden Reiskorn immer schwieriger wird.

Sake Geschmack – die Vielfalt der Welt in jedem Tropfen

Es gibt viele verschiedene Sake-Sorten. Je nach Art und Qualität unterscheidet sich auch das Geschmacksprofil. Zum Beispiel besitzt Premium-Sake an die 400 gustatorische Nuancen – nur mal zum Vergleich: die uns bekannten Weine haben maximal 200 in petto. 

Daher ist es denkbar schwierig, den Geschmack von japanischem Sake in wenige Worte zu fassen. Und das selbst für erfahrene deutsche Weinsomeliers. Denn die gewohnte Beschreibung wie bei Weinen greift hier deutlich zu kurz.

Allenfalls lässt sich sagen, dass es fruchtige, blumige, erdige, nussartige, umami-artige, würzige, süßliche, bittere und säuerliche Aromen zu entdecken gibt, die sich seidig & grazil im Mund entfalten. Hochwertige Sake-Sorten besitzen eine außergewöhnlich weiche und angenehme Sensorik.

Wie Sake trinken? – Japanischen Sake mit allen Sinnen genießen & staunen

Ums Trinken von Sake ranken sich leider viele falsche Annahmen. Damit Ihnen nicht die gleichen Fehler unterlaufen und Sie das japanische Getränk in seiner reinen Form und Textur erleben können, haben wir hier einen kleinen Sake-Guide zusammengestellt. 

  • Wozu trinkt man Sake & wann trinkt man Sake?

Sake wird während des Essens getrunken. Abhängig von der Speise sollte der passende Sake gewählt werden. Selbstverständlich ist Premium-Sake auch ohne Speise ein echtes Genusserlebnis für die Sinne. 

  • Woraus Sake trinken?

Stilecht können Sie Sake nur genießen, wenn Sie das spezielle Sake-Gläser bzw. Keramik-Gefäße dafür nutzten. Daneben eignen sich auch Sake-Becher (Ochoko, Kikichoko & Guinomi), Sake-Schalen (Masu, Kimasu) oder Daignjo-Gläser – für welche Form Sie sich entscheiden sollten, hängt von der Sake-Art, Temperatur und dem Anlass ab. Am besten lassen Sie sich im Restaurant beraten. In unserem Restaurant sansaro bieten  wir Ihnen besondere Nosing-Gläser, um die Aromenvielfalt des Sake vollumfänglich zu genießen.

  • Welchen Sake trinkt man warm?

Grundsätzlich werden die besten Premium-Sake kühl serviert, die Unterklassen der Qualitätsprodukte dagegen bei Raumtemperatur oder heiß. Diese Unterscheidungen sind wichtig, da die Temperatur sich stark auf den Geschmack auswirkt. Zum warmen Trinken eignen sich vor allem Junmai, Junmai Ginjo, Tarusake, Yamahei, Kiomoto. Heiß sind lediglich einfache Sake-Arten und Honjozo-Sake ein Genuss.

Erleben Sie die faszinierende Welt des Premium-Sake in München

 Nicht nur die Herstellung von Sake ist eine Kunstform. Auch die richtige Aufbereitung für den Genuss will gelernt sein und erfordert Perfektion. 

Damit Sie Premium-Sake in bester Qualität erleben können, finden in unserem japanischen Restaurant sansaro regelmäßige Sake-Tastings statt. 

Bei diesen Events verkosten wir zusammen mehrere, immer wieder wechselnde Sake-Sorten. Darüber erklären wir Ihnen Interessantes über die Hintergründe und die Herstellung von echtem Qualitätssake.

Als Highlight präsentieren wir Ihnen zu jedem Sake ein speziell abgestimmtes, individuelles Food-Pairing, mit Gerichten, die nur für dieses Event und diesen Sake von unserem Küchenteam entworfen werden.

Alle Infos sowie aktuelle Termein zu unseren exklusiven Sake-Events finden Sie stets auf www.sushiya.de unter Sake-Tasting.

Und jetzt keine Zeit verlieren – reservieren Sie einen Platz bei uns im sansaro, um die spannende Welt des Sake bei uns kennenzulernen!

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